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Dies
ist die Geschichte eines Frosches, der aus dem heimeligen Gartenteich in
die glitzernde Welt des Musikbusiness auszog, die Geschichte des Jürgen
Frosch, dessen Künstleralias standesgemäß amerikanisiert „Jay Frog“
lautet.
Seine
musikalische Karriere begann bereits in den frühesten
Kinderschuhen, als der kleine Jürgen,
vor allem von den eigenen Verwandten frenetisch gefeierte, Flöten-
und Xylophonkonzerte in der Schulaula gab.
Als
er sich musikalisch weiterentwickeln und gern in der guten Stube
daheim auf einem Drumset herumkloppen wollte, scheiterte er am
elterlichen ruhebedürftigen Veto und legte sich stattdessen eine
kreischende E-Gitarre zu. Schnell rekrutierte eine verrohte Rockband
den noch unverdorbenen
Jürgen, der dann nur noch für Sex, Drugs and Rock’n’Roll
lebte. Zum Glück rettete der technoide Musik-Zauber den unter
diesem schrecklichen Fluch stehenden Frosch und küsste ihn frei,
zumal der Gute das Hard-Rocker-Image nicht sehr gut verkaufen
konnte, da er bei jeglicher Ansicht von Blut glatt aus den Latschen
kippt, was den Rockerkumpanen immer wieder die Lachtränen in die
Augen trieb.
Von
den Titelmusiken des legendären Amigas in den Bann gezogen, traf er
schließlich den Komponisten der Turrican-Musik ( Chris Hülsbeck )
auf einer Messe, den es sehr beeindruckte, dass der Kleine ihm
seinen Amiga in die Hand drückte, damit er darauf unterschreibe.
Die beiden blieben in Kontakt und schließlich wurde Jürgen in die
heiligen Hallen eingeladen, ins Studio!
(
Während dieser Zeit hatte sich der Technik-Freak bereits von Freunden und
Bekannte sämtliche Synthesizer und Keyboards unter den Nagel gerissen und
war fleißig dabei, alles zu sampeln und neu zu arrangieren, was bei drei
nicht auf den Bäumen war. )
Seine
DJ-Karriere begann wie bei so vielen anderen in einer renommierten
Tanzschule, aus der er aber bald wieder ausschied, als sich seine
Musikauswahl nicht mehr an den Charts orientierte sondern aus dem
Techno-Untergrund hervorkroch.
Der
Jürgen setzte sich erst einmal ins Flugzeug, um in Japan seinen ersten
eigenen Roland-Synthesizer zu ergattern.
Und
nun startete die Rakete. Schnell wurde man auf die Produktionen des
Frosches aufmerksam, so dass er schließlich Remix-Aufträge von Doug
Laurent, den Sweet Box-Produzenten, von Kosmonova, Ayla, Sash! und vielen
mehr erhielt.
Inzwischen
steht Jay Frog hinter so vielen Projekten, dass er sie selbst nicht mehr
alle fehlerfrei aufzählen kann... Um kurz ein paar wichtige Namen in den
Raum zu werfen, seien nur Techno Tubbies, Legend B, Miss Thunderpussy,
Trance Action und Rainmaker genannt. Produktionen und Remixes haben schon
mehrfach sämtliche Club Charts geentert.
Beruflich
ist der Jürgen für die aufsteigende Musikdistribution Discomania tätig,
die es doch tatsächlich geschafft hat, den gelernten Elektrotechniker und
Abiturienten vom Traditionsunternehmen Siemens abzuwerben, das es trotz
großzügiger Angebote nicht geschafft hat, den besten Mitarbeiter auf dem
Arbeitsplatz zu halten. Die Discomanen haben natürlich Verständnis dafür,
dass der Jürgen auch schon mal morgens total desorientiert im
Planet-Trax-Studio aufwacht und Schwierigkeiten hat, im totalen
Trancenebel seinen Schreibtisch zu finden.
Alles
in allem spricht Jay Frogs aka Jürgen Froschs Werdegang dafür, dass der
Froschmann weiß, wo in der techno-trancigen Szene der Hammer hängt und
gegebenenfalls kloppt er auch mal ordentlich mit ebendiesem Werkzeug
ordentlich auf den Studiotisch und schraubt nicht minder gekonnt an den
Wheels of Steel, um sowohl mit seinen Produktionen als auch mit seinen
DJ-Sets und Live-Acts, die gemeine Meute im Schach zu halten und willenlos
zu machen.
Wordz
and lobhudelei by Nilz Lund
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